Gesehen werden

Gesehen werdenIch werde nicht gesehen. Kennst du das?

Das war schon in meiner Kindheit so. Ich hatte das Gefühl, eine Fremde zu sein und einfach nicht richtig. Denn ich sprach aus, was ich dachte und fühlte. Es war meine Wahrheit.

Doch es stieß nicht auf Gegenliebe, wenn ich so frei heraus alles aussprach. Im Gegenteil – ich erhielt Ablehnung und im schlimmsten Fall wurde ich bestraft.

Was das Kind daraus lernte war, dass es nicht in Ordnung und nicht liebenswert war, wenn es sich so zeigte, wie es war. Da alle Kinder geliebt, gesehen und angenommen werden wollen, beginnen sie, Strategien zu entwickeln und zu versuchen sich so zu verhalten, dass die anderen sie mögen. Sie versuchen lieb zu sein und sich anzupassen – so, wie sie eben denken, dass es für die anderen richtig ist. Sie verstecken ihr authentisches Sein und machen sich dadurch unsichtbar.

Daraus entstand ein riesiges Dilemma.

Das Dilemma war, dass ich zwar Dinge wahrnahm, sie jedoch wegschob und meiner Wahrnehmung nicht mehr traute. Ich wollte lieb sein und möglichst angepasst an meine Umgebung, damit ich endlich nicht mehr ausgegrenzt wurde. Da ich jedoch ein lebhafter Mensch bin, der sehr gerne ausspricht, was er denkt, geriet ich immer wieder in die Schusslinie meiner Mitmenschen.

Im Laufe der Jahrzehnte verfestigte sich die Überzeugung, falsch und wertlos zu sein. Der Glaube, dass es niemanden interessiert, was ich zu sagen habe, führte dazu, dass ich mich immer mehr versteckte und Angst hatte, meine wahren Gedanken und Gefühle mit anderen zu teilen.

Doch es war mir nicht möglich, ständig gegen meine Natur zu handeln und mich selbst quasi zu vergewaltigen. So durfte ich im Lernspiel Leben ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Immer wieder machte ich die Erfahrung, dass Menschen sich von mir distanzierten, wenn ich meine Wahrheit aussprach. Da war sie wieder – die Erfahrung der Ablehnung.

Authentisch sein

Einmal las ich in einem Buch, dass man den Menschen die Wahrheit nicht wie einen nassen Lappen um die Ohren hauen, sondern sie ihnen wie einen Mantel anbieten solle, damit sie selbst entscheiden können, ob sie ihn annehmen möchten oder nicht. Das gefiel mir und ich übte mich darin, mich mehr zurückzuhalten und nicht immer mit meinen Wahrnehmungen und Wahrheiten herauszuplatzen. Doch das war auch nicht authentisch und deshalb verhielt ich mich immer wieder schräg und erntete entsprechende Reaktionen.

Bis ich erkannte, dass ich nicht an meinem Verhalten schrauben, sondern tiefer in mich hineinschauen musste zu dem Verborgenen, das mich steuerte und das sich dem Verstandesdenken immer wieder entzog. Denn das Unterbewusstsein ist immer mit von der Partie!

Was ich dort vorfand waren Schmerz, Wut, Trauer, Resignation, Verletzungen, Gefühle von Kleinheit und Wertlosigkeit und jede Menge Überzeugungen über mich und die Welt, die alle nicht der Wahrheit entsprachen.

Die Welt als Spiegel des Inneren

Ich beschloss, Verantwortung für mich und meine Erfahrungen zu übernehmen und lernte, mich selbst voller Mitgefühl anzusehen. Ich erkannte, dass die Welt, wie ich sie sehe, ein Spiegel meines Inneren ist. Das, was ich über mich selbst denke, erfahre ich immer auch im Außen.

  • Wenn ich mich selbst nicht sehe, sieht mich auch im Außen niemand.
  • Wenn ich mich selbst ablehne, erfahre ich Ablehnung im Außen.
  • Wenn ich mich wertlos fühle, mache ich die Erfahrung der Wertlosigkeit.

Die Erkenntnis, dass wir noch immer ein bedürftiges Kind in uns haben, das nach Liebe, Annahme, Wertschätzung und Geborgenheit sucht und Ablehnung, Zurückweisung etc. vermeiden möchte, ist der erste Schritt in ein neues Leben basierend auf Selbstmitgefühl, Eigenverantwortung und Selbstermächtigung sowie radikaler Selbstakzeptanz.

Aus „Niemand sieht mich“ wird „Ich sehe mich und ich liebe mich, so wie ich bin“.

Und das Schöne ist, dass wir dann nicht mehr abhängig sind von der Liebe, der Anerkennung und der Wertschätzung anderer. Denn wir wissen – wir haben alles in uns

So werden wir zu unserer authentischen Einzigartigkeit.

Menschen, die sich selbst sehen, lieben sich und strahlen diese Liebe aus. Sie sehen überall die Liebe, weil Liebe überall ist.  Das Leben wird aufregend und spannend und Freude, Fülle und Freiheit können wieder einkehren. Denn sie waren schon immer da. Wir haben es nur vergessen! Jetzt erinnern wir uns wieder!

Möchtest auch du lernen, wie du dich selbst mit Mitgefühl betrachten und in ein erfülltes Leben durchstarten kannst? Ich bin den Weg gegangen und begleite dich mit Liebe, Klarheit und meiner Lebenserfahrung!

Bist du bereit, dich radikal anzunehmen? Aus ganzem Herzen JA zur dir zu sagen und dich auf das Abenteuer Selbstliebe einzulassen?

Dann nimm hier Kontakt zu mir auf! Ich freue mich auf dich!

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